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Rede und Antwort – Wie gehen wir vor?

In einem einzigen Satz wäre es gesagt: „Wir tun alles, damit unsere Kunden zufrieden sind“. Das ist natürlich zu platt, und daher wollen wir das noch etwas ‚mit Leben‘ füllen. Zu unterscheiden sind die zwei Immobilienbereiche  Verkäufer/Käufer und Vermieter/Mieter.

Zu den ersteren:

Ein Immobilienverkäufer erhebt den Anspruch, dass die Immobilie, zu deren Vermittlung er uns den Auftrag gibt, rasch und zu seiner Zufriedenheit verkauft wird. Diesen Auftrag wollen wir aber nicht nur zur Zufriedenheit des Verkäufers erfüllen, sondern auch zur Zufriedenheit des Käufers. Auf der Verkäuferseite ergibt sich folgendes Leistungsspektrum:

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    Ermittlung des marktgerechten Preises für die Immobilie

    Diese Aufgabe ist durchaus kniffelig, denn sehr viele Faktoren fließen dabei ein: Beschaffenheit, Alter und Pflegezustand der Immobilie selbst, sowie deren Status (d.h. ist oder wird sie frei oder ist sie vermietet), dazu die Lage im Hinblick auf Infrastruktur, Immissionen und Emissionen im näheren und weiteren Umfeld; weiter sind die generellen Makttendenzen und die regionalen Besonderheiten zu berücksichtigen. Eine langjährige Erfahrung ist hierbei von großem Nutzen.

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    Erstellung eines informativen Exposés

    Hierbei ist eine Beschreibung der betreffenden Immobilie, die ihre Nutzbarkeit für den potenziellen Käufer vermittelt, ebenso wichtig wie eine Reihe von ergänzenden Fotos, dem Grundriss und einem präzisen Lagehinweis.
    Dem Kaufinteressenten soll dadurch Gelegenheit gegeben werden, sich so weit über das in sein Blickfeld gerückte Haus, die Wohnung oder das Grundstück zu informieren, dass er entscheiden kann, ob sich weiter gehende Aktivitäten, wie z.B. eine Besichtigung, lohnen. Da dies normalerweise mit nicht geringem Aufwand an Zeit und auch Logistik (meistens ist die ganze Familie mit einzubeziehen, ein gemeinsames Zeitfenster ist zu finden) zu bewerkstelligen ist, ist es nur fair, dies entsprechend zu berücksichtigen und auch zu würdigen.

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    Insertion in den geeigneten Medien

    Natürlich ist heutzutage das Internet die Nr. 1, um an die geeigneten Zielgruppen der Immobiliensucher heran zu treten. Die großen Immobilienportale und unsere eigene Homepage bieten die Möglichkeit, eine Fülle von Informationen zu transportieren, was den Suchenden die Vorauswahl sehr erleichtert.
    Umso wichtiger ist es daher, diese Möglichkeiten auch tatsächlich zu nutzen und den Interessenten die für eine Vorentscheidung relevanten Informationen zu liefern.
    Wir treiben seit vielen Jahren großen Aufwand, um diesem Ziel bestmöglich gerecht zu werden, und verwenden auch einen sehr großen Anteil unseren Budgets darauf.
    Aber trotz der ‚Vormachtstellung‘ des Internets im Hinblick auf die Darbietungsmöglichkeiten von Informationen für Immobiliensuchende dürfen die Printmedien keinesfalls unterschätzt und vernachlässigt werden.
    Eine nicht geringe Zahl an Interessenten sucht nach wie vor (oder parallel zum Internet) in den Zeitungsannoncen nach dem künftigen neuen Zuhause, weil dort viele interessante Angebote zu finden sind. Dieser etwas anachronistisch anmutende Sachverhalt ist im Wesentlichen dem Umstand geschuldet, dass das Durchschnittsalter der Immobilienanbieter deutlich höher ist als das Alter der Suchenden, was einen gewissen Unterschied im Hinblick auf die Wahl der Medien zur Präsentation nach sich zieht. Im Klartext: Die Verkäufergeneration vertraut noch stärker auf die ‚gute alte Zeitungsannonce‘ und/oder ist mit den modernen Internetgepflogenheiten noch nicht so vertraut wie die Käufergeneration.

    Ab hier gilt unser Leistungsspektrum auch oder sogar überwiegend für die Käuferseite:

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    Besichtigungen

    Hat sich ein Immobiliensuchender so weit für ein Angebot erwärmt, sei es über die Quelle Internet oder ein Printmedium, dass er Kontakt zu uns aufnimmt, um die betreffende Immobilie näher in Augenschein zu nehmen, so ist dies ein sehr einschneidender Abschnitt seiner Suche: Er tritt aus der Anonymität seines häuslichen ‚Surfens‘ oder des Studiums der Immobilienanzeigen heraus. Wie einschneidend dieser Schritt ist, das sehen wir regelmäßig daran, dass Angebote zum Teil Hunderte Male öfter angeklickt, d.h. im Internet betrachtet werden, als ‚physisch‘ Kontakt aufgenommen wird, um mehr zu erfahren als anonym abgerufen werden kann.
    Den Wunsch nach einer Besichtigung respektieren wir daher außerordentlich und bemühen uns nach allen Kräften, den Wunschtermin des Interessenten zu realisieren, auch in den Abendstunden oder am Wochenende.
    Lässt sich ein gemeinsamer Termin innerhalb der ‚Komfortzone‘ des Interessenten finden, so ist dies so viel mehr wert als ein Termin, den der Kunde ‚zähneknirschend‘ akzeptiert, weil er ihm vom Makler und/oder dem Eigentümer vorgegeben wurde. Und natürlich tut er sich schwerer damit, die betreffende Immobilie begehrenswert zu finden als wenn er den Termin wohlwollend und entspannt angetreten hätte, ganz abgesehen von der Qualität der Immobilie selbst oder ihrer Eignung für die Zwecke des Interessenten.

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    Die Entscheidung

    Grundsätzlich ist es für den Immobiliensuchenden die schwerere Entscheidung, ‚ja‘ zu einer Immobilie zu sagen als ‚nein‘, denn dann dreht sich sein Leben komplett. Es muss nämlich im Ja-Fall gegen das Prinzip der Trägheit angegangen werden. Einerseits ist man zwar auf der Suche, und irgendwie auch zur Tat entschlossen, aber bequemer ist es erstmal wenn ‚nix‘ passiert: keine Umzugsorganisation, keine Gespräche mit Banken (die ja zur Konsequenz haben, dass man sich u.U. über Jahrzehnte verschuldet), keine Aufgabe von Freundes- und Bekanntenkreis, Sportverein, usw., kurzum: kein Aufbruch zu unbekannten neuen Ufern! Auch wenn das bisherige Wohnen unzulänglich geworden ist, aus welchen Gründen auch immer, so ist es doch einfacher und bequemer, im Gewohnten zu verharren, dort kennt man sich aus.
    An dieser Stelle sind wir Makler in der Pflicht: dem Interessenten eine Brücke zu bauen, damit der Schritt ‚ins neue Leben‘ leichter fällt. Nicht nur ein Haus oder eine Wohnung herzeigen und das war’s, sondern auch die Infrastruktur zu kennen und zu vermitteln, mit unseren guten Kontakten bei der Finanzierung zu helfen, ein zuverlässiges Umzugsunternehmen zu empfehlen, ebenso Handwerker, Dienstleister, und vieles mehr.

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    Die Tat

    Die Entscheidung ist nun positiv gefallen, das ‚Objekt der Begierde‘ ist auserkoren, aber es sind doch noch einige Schritte bis zum Einzug.
    Allen voran natürlich der Kauf der Immobilie selbst. Hier ist es von großem Vorteil, dass wir mit Dutzenden von Notaren in und um München über viele Jahre Beurkundungen durchgeführt haben. Wir leiten dem betreffenden Notariat alle erforderlichen Informationen zu, damit dort zeitnah der Kaufvertrag erstellt werden kann. Dieser ist natürlich mit einer ordentlichen Portion Amtsdeutsch ‚gewürzt‘, daher bieten wir den Parteien, also Verkäufern und Käufern, grundsätzlich eine Erläuterung des Vertragstextes an. Beim eigentlichen Termin sitzt es sich dann viel entspannter, und niemand kommt auf die Idee, nun sein eigenes Todesurteil zu unterschreiben (immerhin kommen so wuchtige Passagen vor wie „…unterwirft sich der Käufer hiermit der sofortigen Zwangsvollstreckung aus dieser Urkunde in sein gesamtes Vermögen“, der Käufer benötigt eine sog. ‚Unbedenklichkeitsbescheinigung‘, um Eigentümer werden zu können, usw.).
    Die Beurkundung selbst stimmen wir mit den Parteien und dem Notariat ab, wobei manchmal ein ordentliches Organisationstalent vonnöten ist, um ein gemeinsames Zeitfenster für alle Beteiligten zu finden.
    Der Tag des Notartermins ist in aller Regel ein großer Tag für Käufer und Verkäufer: die einen binden sich mit allen Konsequenzen für einen Großteil ihres Lebens an eine Immobilie, werden also selbst ‚immobil‘ und haben zudem ‚einen Batzen Schulden am Hals‘, und die anderen geben auf, was lange Zeit ein Zuhause für sie war, wo die Kinder groß gezogen wurden, wo man alles und jeden kennt, und worin ihr ganzes oder zumindest ein großer Teil des im Leben angesammelten Vermögens steckt.
    Nicht selten sehen wir Tränen.

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    Der Ausklang

    Nach dem ‚großen Tag‘ kommt etwas Wartezeit: zwei bis drei Wochen nach der Beurkundung ist der Käufer im Grundbuch abgesichert, und wenn dann noch etwa notwendige behördliche Genehmigungen vorliegen und eventuell noch abzulösende Gläubiger des Verkäufers ihre Löschungsbereitschaft zugesichert haben, erhält der Käufer vom Notar die Aufforderung zur Bezahlung des Kaufpreises, woran üblicherweise der Besitzübergang gekoppelt ist.
    Ist dies geschehen, so findet die Übergabe der Immobilie an den Käufer statt, was wir gerne begleiten, ein Übergabeprotokoll aufsetzen, die Zählerstände notieren und ggfs. an die Versorger weiter leiten; Das ist sozusagen der letzte Akt des Ganzen.
    Der eine hat nun ein schönes neues Zuhause, und der andere hat freies Vermögen, das er (hoffentlich wieder über uns) in eine neue Immobilie investieren kann…

Und nun zu den Vermietern und Mietern

Im Grunde sind die Punkte 1 bis 4 sehr ähnlich:
Auch hier ist ein marktgerechter (Miet-) Preis zu finden, auch hier ist ein aussagekräftiges Exposé zu erstellen (leider lässt die Leistung in diesem Bereich bei vielen Maklern zu wünschen übrig, da die Mietprovision beim gleichen Objekt wesentlich geringer ausfällt als wenn es zu verkaufen wäre), und auch die Möglichkeiten der Präsentation, Internet und Printmedien, sind die gleichen.

Ein gewisser Unterschied ergibt sich allerdings bei Punkt 4, den Besichtigungen:
Gerade im Ballungsraum München wird uns von vielen Mietinteressenten, die schon mit anderen Maklern Besichtigungen hatten, geklagt, dass sie, teilweise mit Dutzenden anderer Interessenten gleichzeitig, Wohnungsbesichtigungen hatten. Ein persönlicher Austausch ist dabei natürlich nicht möglich, und lediglich über per Selbstauskunft und Schufa-Auskunft eingeholte Daten einen Mieter auszuwählen, kann sich als fatal erweisen. ‚Das Menschliche‘ bleibt dabei vollends auf der Strecke, ist es doch auch für einen Mieter ein großer Schritt in eine neue ungewisse (Wohn-) Zukunft, was durchaus etwas Respekt und Achtung verdient.

Wir führen in aller Regel Einzeltermine durch (außer wir erhalten vom Vormieter nur ein sehr geringes Zeitfenster für eine Besichtigung, bei gleichzeitig mehreren Interessenten), was uns gestattet, den potenziellen neuen Mieter wenigstens halbwegs kennen und einschätzen zu lernen.

Die Punkte 5 bis 7 weichen insofern von denen beim Verkauf ab, dass es keiner notariellen Beurkundung bedarf. Gleichwohl ist ein Vertrag zu erstellen, in diesem Fall der Mietvertrag. Diesen arbeiten wir sehr sorgfältig, unter Berücksichtigung der Belange beider Parteien, aus.

Einer der wesentlichsten Unterschiede ist aber wohl der, dass beim Verkauf einer Immobilie der Verkäufer mit der Sache endgültig abschließen kann, wohingegen der Vermieter und der Mieter eine Art Partnerschaft eingehen (idealerweise sollte es zumindest eine solche werden).

Auf diese Weise entsteht also ein stetiges ‚Geben und Nehmen‘, d.h. der Vermieter stellt dem Mieter Wohnraum zur Verfügung, und erhält im Gegenzug den Mietzins.
Beide sind aufeinander angewiesen, und wenn es uns gelingt, ein harmonisches Vermieter-Mieter-Paar zusammen zu bringen, dann ist uns das jedes Mal wieder eine große Freude.

Besonders erhebend ist es aber, wenn sich die beiden wieder trennen (die Wechselfälle des Lebens als Ursache), und die ‚Scheidung‘ läuft dabei harmonisch und friedlich ab.
Wenn man sich dann von Herzen ‚Alles Gute für den weiteren Lebensweg‘ wünscht, und der neue Mieter steht dabei und denkt (man sieht förmlich seinen Gedanken) „dann wird’s mir hier bestimmt auch gut gehen!“, dann ist dieser Beruf besonders schön…

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